Über Anschlag den Berg hoch

 

Von Thomas Gschnitzer

In einem extrem engen Rennen kam Thomas Gschnitzer beim Amadé Radmarathon mit der Spitzengruppe ins Ziel und belegte im Sprint den hervorragenden achten Platz.

 

Und wieder haben wir Sonntag, also ein Renntag ;-) Diesmal ging’s nach Radstadt, südlich von Salzburg, zum Amadè Radmarathon. Fast das komplette Racing Team WINAX - food artists versammelte sich, bei besten Bedingungen, in kurz-kurz im ersten Startblock. Zwei Strecken standen zur Auswahl: 95.6 km mit 1.535 hm und 146,56 km mit 2.221 hm. Zusammen mit Daniel, Sven und Timo ging ich auf die lange Strecke, die restlichen sieben Fahrer unseres Teams bewältigten die kürzere Runde.


Ziel war es, in den jeweiligen Team-Wertungen, einen Podestplatz zu erreichen.


Dies sollte jedoch kein leichtes Unterfangen werden, denn unter den knapp 550 Startern befanden sich zahlreiche bekannte Namen. Die sehr starke Konkurrenz, in Kombination mit der Streckenführung versprach ein äußerst schnelles Rennen. Und so war es dann auch. Bereits im ersten Anstieg, unmittelbar nach dem Start, musste ich schon über Anschlag fahren, um vorne mithalten zu können. Und im gleich darauf folgenden Anstieg konnte ich nicht mehr folgen und musste abreissen lassen. Aber so früh wollte ich mich noch nicht geschlagen geben, denn die Spitzengruppe war noch in Sichtweite. Bis hin zum wieder Abflachen dieses Anstieges sammelte ich zwei weitere auf, die ebenfalls nicht mehr ganz mithalten konnten. Unter ihnen befand sich auch der spätere Sieger, Patrick Hagenaars. Mit guter Zusammenarbeit konnten wir wieder aufschließen.


Die Gruppe bestand, bis zur Streckenteilung aus ca. 20 Mann, nachher blieben zwölf Fahrer, welche auf der langen weiterfuhren übrig. Durch vorbildliches Kreiseln wurde die Geschwindigkeit hoch gehalten, sodass von hinten nichts zu befürchten war. Mit Fortschreiten des Rennverlaufes stiegen die Temperaturen stetig an, meine beiden fast leeren Trinkflaschen bereiteten mir immer mehr Sorgen. 40 Kilometer vor dem Ziel nahm ich den letzten Schluck, in der Hoffnung, krampffrei zu Ende fahren zu können.


Auf den zahlreichen kleinen Wellen wurde versucht, durch Tempoverschärfung, die Gruppe zu dezimieren. Teilweise gelang das auch; zwei von uns fielen aus der Gruppe und waren auf sich allein gestellt.


Zu Zehnt ging es auf den letzten Kilometern Richtung Radstadt. Wir wussten zwar, dass die Ziellinie aus Sicherheitsgründen nicht im Zentrum war, dort wo wir um 7.30 Uhr gestartet waren, aber wo genau, wussten wir nicht. Wir waren unsicher, sodass kurz vor Ende ziemlich abwartend gefahren wurde. Der obligatorische Zielsprint kam dann recht plötzlich. Fast geschlossen flogen wir über die Zeitmatte. Als verdienten Sieger, welchen ich schon vorher erwähnt habe, ging Patrick Hagenaars hervor. Ich fuhr mit einem Rückstand von 0,59 Sekunden, als Achter über die Linie.


Ein für mich sehr gutes Ergebnis, inmitten der starken Konkurrenz; und mit einem dritten Platz in der Mannschaftswertung auch für’s Team ein erfolgreiches Wochenende.

 

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