„Jetzt nehme ich nicht raus“

 

Von Christian Stöpfel
Der Fahrer des Racing Teams WINAX – food artists, Christian Stöpfel, belegte beim Amadé Radmarathon einen tollen 14. Gesamtrang über die kurze Strecke. Sein Bericht.


Als ich in der Früh aufstand, fühlte ich mich trotz meiner Aufgeregtheit, die ich immer vor einem Rennen habe, eigentlich super. „Nur locker und cool bleiben“, dachte ich mir. Nach kurzem Einfahren machte ich mich los und stellte mich zu meinen Teamkollegen in ersten Startblock. Ab dann ging von schnell: fünf, vier, drei, zwei eins, hieß es, mit einem Kanonenschlag wurde der Start freigegeben. Zuerst ging es über etwa 1,5 neutralisierte Kilometer. Aber bereits da suchte jeder eine gute Ausgangslage. Ich kämpfte mich einigermaßen nach vorne und nach dem Kreisverkehr, am Ende der Neutralisation wurde das Rennen freigegeben. Jetzt fühlte ich mich gut, da das hektische Treiben vom Anfang Geschichte war. Der erste Berg war rund zwölf Minuten lang und ich fuhr und fuhr und fuhr.

 

Ich habe meine Teamkollegen Niklas und Marjan gesehen und dachte mir trotz der Besprechung am Vortag, dass wir den ersten Anstieg etwas langsamer nehmen sollten, um nicht gleich zu überdrehen, jetzt nehme ich nicht raus und fahre einfach volle Kanne weiter. Denn ich dachte mir: „In der Abfahrt erhole ich mich für den zweiten Berg.“ Als ich am ersten Anstieg oben ankam, war ich dann in der Gruppe mit Christian Dengler, Thomas Gschnitzer, Maximilian Hornung, Peter Mayr und Martin Reiser. Wir fuhren wie die gestörten und auch am zweiten Berg wurde das Tempo nicht rausgenommen.

 

Aber wir blieben in dieser Konstellation zusammen und arbeiteten gut zusammen. Das Problem war nur: Ab der Streckenteilung musste ich mit Peter Mayr und Maximilian Hornung alleine weiter fahren, weil die anderen auf die große Strecke abbogen. Aber wir arbeiteten super zusammen, trotzdem holte uns nach circa 20 Kilometern eine Fünf-Mann-Gruppe wieder ein. Wir acht Fahrer kreiselten perfekt zusammen, alles klappte wunderbar. Doch am letzten Anstieg fuhren Maximilian Hornung und Peter Mayr alleine weg. Ich hatte die beiden unterschätzt und gedacht: „Die fahren das niemals alleine fertig.“ So blieb ich bei der Fünf-Mann-Gruppe. Maximilian und Peter zogen das allerdings durch, weil sie sehr starke Fahrer sind, was am Ende auch der Gesamtplatz acht und neun für die Beiden zeigt. Die Beiden bewiesen echten Kampfgeist, und ich dachte mir unterwegs nur: „Shit wärst nur bei denen geblieben.“ Trotz alledem fuhren wir übrig gebliebene fünf Fahrer gemeinsam fertig und ich fuhr auf einen 14 Gesamtrang, was mich natürlich sehr freut. Vor allem war ich super geflashed und auch sehr begeistert wie diszipliniert und ordentlich diese starken Fahrer gefahren sind. Es war ein super Rennen in dem ich mich sicher gefühlt habe.

 

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