Formtest am Gardasee

Von Thomas Gschnitzer

 

Am Sonntag ging ich zusammen mit meinen Teamkollegen Viktoria Hetzel, Marjan Dolamic, Niklas Finke, Christian Stöpfel und Christan Funk an den Start des Colnago Cycling Festivals. Ich wählte den Granfondo, mit 155 Kilometern, der Rest von uns, die Mediofondo Strecke mit 110 Kilometern (Der Rennbericht).


Voller Vorfreude, nicht nur auf den für mich ersten Marathon der Saison, sondern auch auf ein näheres Kennenlernen meiner Teamkameraden, ging’s am Samstag nach Desenzano del Garda. Zugleich sollte der Marathon ein Formcheck werden.


Am Sonntagmorgen starteten wir zusammen in Richtung unseres Startblockes, der sich leider etwas weiter hinten befand. Somit war schon mal klar, dass eine Spitzenplatzierung nur sehr schwer zu erzielen war, standen doch schon an die 1000 Radsportler vor uns und warteten auf den Startschuss. Die Anspannung wegen der bevorstehenden Hektik inmitten der Menschenmassen und das daraus folgende hohe Sturzrisiko war bei mir recht groß.


Um 7 Uhr ging’s dann endlich los. Erst staute es sich extrem, bis man endlich die Startlinie erreicht, dann wurde das Feld kontinuierlich schneller. Ich versuchte freie Lücken vor mir zu finden, um mich nach vorne kämpfen zu können.


Kurze Blicke auf meine Wattanzeige bestätigten mein Gefühl, dass die unzähligen Überholmanöver recht intensiv waren. Aber das musste sein. Marjan und Niklas waren dabei, den Rest unseres Teams sah ich leider erst im Ziel wieder. Das Feld zog sich auseinander und wir drei arbeiteten gut an der Spitze der sich gebildeten Gruppe zusammen, bis wir am Fuß des ersten längeren Anstieges waren.


Die Strecke bestand im Wesentlichen aus drei längeren Anstiegen mit Flachpassagen dazwischen und einem längeren Flachstück am Ende.


Bergauf versuchte ich jeweils voll zu fahren und meine Stärken auszuspielen, die Abfahrten nahm ich zügig, aber riskierte ich nicht unnötig. Meiner Meinung nach, eine gute Entscheidung. Aufwärts gelang es mir viel Boden gut zu machen, und mich so von einer Gruppe in die nächste vorzuarbeiten. Die Spitzengruppe war aber bereits vom Start weg außer Reichweite.


Die Zusammenarbeit in den Flachstücken war jedoch alles andere als gut. Niemand wollte sich so recht an der Tempoarbeit beteiligen, sodass auf den letzten flachen Kilometern immer mehr von hinten auf unsere Gruppe aufschließen konnten.


Auf den letzten 500 Metern wurde das Tempo erhöht und es ging in den Zielsprint. Ich konnte zwar folgen, aber auf Grund der intensiven Startphase fehlte es dann doch etwas an Kraft.


Schlussendlich überquerte ich als 19. insgesamt und sechster der Altersklasse die Ziellinie. Das Ergebnis war für mich dann doch etwas überraschend, da ich während des Rennens keinen Überblick über meine Position hatte und mich etwas weiter hinten vermutete.


So gesehen bin ich mehr als zufrieden, der Formcheck fiel positiv aus, der nächste Marathon kann kommen!

 

Fazit: Es war ein gelungenes Wochenende, der Granfondo Colnago bestens organisiert, und nächstes Jahr werden wir wohl, aufgrund unserer Ergebnisse, aus dem ersten Block ins Rennen gehen können.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Vereinshomepage RSV Altmühltal e.V.