Eine starke Leistung

 

Von Thomas Gschnitzer

 

Der Fahrer vom Racing Team WINAX - food artists, Thomas Gschnitzer, zeigte bei der Alpenchallenge und dem Highlander Radmarathon einmal mehr, dass er zu den stärksten Radmarathonis zählt. Bei der Alpenchallenge in der Schweiz stand Thomas als Zweiter auf dem Podium; beim Highlander Radmarathon kam er auf Platz vier ins Ziel, was den dritten Rang in seiner Altersklasse bedeutete. Sein Bericht.

 

Nach der Alpenchallenge letzten Sonntag,bei Regen und Hagel, bei dem ich einen sehr guten zweiten Platz mit nach Hause nehmen durfte, freute ich mich schon auf den Highlander Radmarathon in Vorarlberg, mit recht guten Wetterprognosen. Die Strecke kannte ich von meinen bisherigen drei Teilnahmen schon recht gut: 180 Kilometer mit 4000 Höhenmetern, Start in Hohenems, über das „Bödele“, den Hochtannberg- und Flexenpass, Faschina- und Furkajoch.

 

Das Feld war diesmal sehr stark besetzt, denn viele nutzten das Rennen als letzten Härtetest für den Ötztaler Radmarathon, außerdem sollte auch der Vorarlberger Landesmeister gekürt werden. Am Start standen unter anderem Bernd Hornetz, Sieger des Ötztalers 2016, Patrick Hagenaars, der kürzlich den Arlberg Giro gewinnen konnte, Markolf Michael, Sieger des letztjährigen Highlanders, die beiden Belgier Michels und Glorieux, welche die diesjährige Tour TransAlp gewinnen konnten, Philipp Schäddel vom Team Alpecin, ebenfalls einer der Top-Favoriten, sowie einige Fahrer des Continental Team Vorarlberg. So war mein Ziel ein durchaus realistischer Top-Ten-Platz.

 

Der Start war mit 6 Uhr recht früh. Gleich am ersten Anstieg ging es 700 Höhenmeter hinauf zum Bödele. Das Starterfeld zerfiel und eine Spitzengruppe mit circa 30 Fahrern bildete sich. Im darauffolgenden langen Flachstück, bis hin zum Fuße des Hochtannbergpasses konnten sich zwei Mann absetzten, die wir erst wieder in der Steigung zur Passhöhe einholen konnten.

 

Zügig ging’s für uns weiter, durch Lech am Arlberg und auf den Flexenpass hoch, dessen Abfahrt, aus Sicherheitsgründen neutralisiert war. Die Spitzengruppe hatte sich bis dorthin etwas verkleinert und jeder wusste, dass die rennentscheidenden Passagen erst ab Ludesch, dort, wo der dreigeteilte Anstieg zum Furkajoch beginnt, folgen würden.

 

Gleich am Beginn der ersten steilen „Rampe“ attackierte Philipp Schäddel und nur Patrick Hagenaars konnte ihm folgen. Die Gruppe brach auseinander. Ich fühlte mich noch recht gut, versuchte gleichmäßig mein eigenes Tempo zu fahren und mich nicht durch unnötige Rhythmuswechsel kaputt zu fahren.

In der zweiten „Rampe“, die zum Faschinajoch führt, waren wir dann nur mehr sechs Mann. Den beiden Belgier, Glorieux und Michels, gelang es, sich ein wenig abzusetzen, waren jedoch immer in Sichtweite. Wir versuchten alles, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Kurz vor der Passhöhe konnten wir Hagenaars einholen.

 

Und im letzten Anstieg schafften wir es schließlich noch die Belgier wieder einzusammeln. Ich war schon ziemlich auf Anschlag. In der Abfahrt, runter vom Furkajoch, eng, unübersichtlich und verkehrsreich, blieben wir schön zusammen, riskierten nicht allzu viel. In den kurzen Flachpassagen machten sich bei mir schon leichte Krampfanzeichen bemerkbar.

 

Überraschender Weise gelang es uns, auf der letzten kleinen Kuppe, noch den ziemlich entkräfteten Philpp Schäddel zu stellen, der eigentlich schon der sichere Sieger sein sollte. Im kurzen Stück bis ins Ziel war klar, dass die Entscheidung im Sprint erfolgen würde. Für mich persönlich nicht so ideal... ;-) Aber ich schaffte es, mir einen sehr erfreulichen vierten Gesamtrang (3. in der Altersklasse) zu ersprinten. Der Sieg ging an Maximilian Hammerle vom Team Vorarlberg vor Michael Markolf, Team Corratec und Frederic Glorieux. Und somit war mein Ziel mehr als erreicht!

 

Bedanken möchte ich mich bei den Eltern meiner Freunde Carina und Daniel, für die perfekte Verpflegung während des Rennens!

 

Fazit: schöne Strecke, gute Organisation, interessanter Rennverlauf, erfreulicher Ausgang.

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