Mit Teamwork zum Sieg

 

Von Philine Letz

 

Am vergangenen Wochenende machte ich mich wieder auf die Reise durch ganz Deutschland. Der Mondsee Radmarathon in Österreich stand auf dem Plan. Durch eine stressige Woche konnte ich mich kaum vorbereiten und fuhr mit einem unguten Gefühl in den Beinen los.

Am Sonntag hieß es für uns früh raus, da schon um 6.30 Uhr die Starter der langen Strecke losrollten. Ich hatte mich für die kurze Distanz über 75km entschieden, da diese nicht allzu viele Höhenmeter hatte und ich meine Beine für die Deutschen Meisterschaften in der folgenden Woche etwas schonen wollte.

Am Start hatte es ca. 10°C und Nieselregen, meine Wetterapp hatte daheim 18°C und Sonne vorhergesagt – ich war also nicht bestens ausgestattet. Da Nino sich nicht fit fühlte und kaum geschlafen hatte, entschied er sich gegen die 200km und ging mit mir auf die kurze Strecke. Alle Frauen sollten aus dem zweiten Block starten, immerhin gleiche Voraussetzungen jede.

Von Anfang an mache er perfektes Tempo für mich und gab mir Windschatten. Am ersten Anstieg konnten wir eine Lücke aufreißen und ich befand mich mit ein paar anderen Fahrern als einzige Frau in einer Spitzengruppe des zweiten Blocks. Wir konnten kontinuierlich Fahrer überholen und ich merkte, dass meine Beine sich unerwartet gut anfühlten. In der Ebene fuhr eine Frau mit einer Gruppe wieder auf uns auf. Nino passte super auf mich auf und wir konnten uns am zweiten Anstieg noch einmal von dem anderen Mädel absetzen, jedoch kam sie uns in der Abfahrt wieder näher. Auf den letzten zehn Kilometern machte Nino noch einmal Druck im Wind. Ich merkte zwar langsam, dass meine Beine gearbeitet hatten, wir konnten aber wieder etwas Lücke gewinnen. Ich wollte auf alle Fälle einen Sprint vermeiden und so fuhr ich mit 19 Sekunden Abstand auf die zweitplatzierte über die Ziellinie.

Es war super schön zu sehen, wie sich Teamarbeit auszahlt und bin super dankbar für Ninos Arbeit an der Spitze. Toll einen Sieg in Österreich einzufahren! Mit gestärktem Selbstbewusstsein geht es jetzt zur DM. Wenn ich da das Rennen beenden kann bin ich schon super glücklich.

 

 

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