Thomas Gschnitzer gewinnt das extreme Bergrennen Punta Veleno

Von Thomas Gschnitzer

 

Schon traditionell startete ich am Sonntag nach dem Ötztaler beim UpHill Rennen auf die berühmt berüchtigte Punta Veleno am Gardasee. Der Anstieg gilt als eine der steilsten, mit dem Rennrad fahrbaren Straßen in Italien.

Die Zahlen sprechen eigentlich für sich: insgesamt misst die Strecke 10 km, wobei im Mittelteil auf knapp über 7 km ein Höhenunterschied von 1.000 m zu überwinden ist.

Gestartet wurde, wie immer, in Brenzone sul Garda. Nach einer 3 km langen neutralen Phase, entlang des Gardasees, ging’s gleich in den Anstieg hinein. Steigungsprozente weit jenseits von 10% lassen keine taktischen Spielereien zu. Jeder ist zu 100% mit sich allein beschäftigt und versucht einfach nach oben zu kommen.

Ich hatte an dem Sonntag anscheinend einen guten Tag, obwohl es sich nicht so anfühlte. Ich musste äußerst konzentriert bleiben, da entweder, sitzend die Gefahr bestand, dass das Vorderrad den Bodenkontakt verliert, oder stehend das Hinterrad durchschleift ;-)

Im Schneckentempo konnte ich Meter für Meter den Abstand zu meinen Verfolgern vergrößern, bis ich hinter mir niemanden mehr sah. So konnte ich es mir erlauben, in den Kehren immer wieder kurz raus zu nehmen und die steilsten Passagen mit Schlangenlinien zu überwinden.

Obwohl der Anstieg recht kurz ist, erschien er doch unendlich.

Nach 37:19 min. erreichte ich völlig erschöpft den erlösenden Zielbogen und konnte mit fast 3 min. Vorsprung das Rennen für mich entscheiden. Ganz unerwartet konnte ich sogar den Streckenrekord, den ich seit 2016 hielt, nochmal um 10 Sekunden unterbieten :-)

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Vereinshomepage RSV Altmühltal e.V.