Thomas Gschnitzer sensationeller 2. beim Kaunertaler Gletscherkaiser XXL

 

Von Thomas Gschnitzer

 

Nach 15 Austragungen auf der „klassischen“ Strecke, wurde am Sonntag der Kaunertaler Gletscherkaiser erstmals mit einem XXL erweitert. Heißt: statt der bisherigen 51 km mit 2.150 hm sind nun 122 km mit 4.000 hm zu absolvierten.

Am Start, 07:00 Uhr, standen viele bekannte Gesichter; unter ihnen auch eine Hand voll starker Sieganwärter, und auch einige Sieger der vergangenen Austragungen.

Nach einer kurzen neutralen Phase ging’s gleich in den ersten steilen Anstieg des Tages, Richtung Pillerhöhe, hinein, auf dem sich das ca. 200 Fahrer große Starterfeld gleich in die Länge zog. Ganz vorne waren alle Favoriten präsent. Ganz offensichtlich versuchte jeder nicht hier schon zu überdrehen und möglichst viele Kräfte für den sehr langen Schlussanstieg zum Kaunertaler Gletscher, auf 2.750 m, zu sparen. Ich natürlich auch. Dennoch wurde nicht gebummelt ;-)

Einen Ausreißer gab’s hier jedoch: Hannes Kapeller (ehemaliger Team Tirol Fahrer). In der Abfahrt über Pitztal und weiter nach Imst konnte er einen relativ großen Vorsprung herausfahren; nicht zuletzt auch wegen des langsamen Tempos im einzigen Flachstück von Imst nach Landeck. Ich hatte mir für diesen Abschnitt fest vorgenommen mich nicht, wie üblich, an der Tempoarbeit zu beteiligen.

Die Spitzengruppe war noch ziemlich groß, ehe es kurz nach Landeck zum zweiten Mal auf die Pillerhöhe hinauf ging. Hier konnten wir uns ca. zu acht von der Gruppe lösen. U.a. dabei: Matthias Nothegger, Micheal Spögler, Patrick Hagenaars, Andi Traxl,...

Wieder unten im Kaunertal waren 85 km und 2.000 hm absolviert und ab jetzt ging’s nur mehr bergauf bis zum Gletscher. Wieder in Feichten, wo wir am Morgen gestartet waren angekommen, wurde wieder taktiert. Kapeller war immer noch solo voraus. Michi Spögler ermutigte mich zu einem Fluchtversuch. Als ich dann dran war, vorne zu fahren erhöhte ich das Tempo, keiner folgte mir. Anfangs war ich ein bisschen unsicher, ob ich’s riskieren sollte, doch ich fühlte mich noch gut und fuhr mein Tempo weiter. Nach ca. 5 km konnte ich zum Ausreißer aufschließen und ihn hinter mir lassen. Ich war mir zwar sicher, dass ich früher oder später mindesten von Nothegger eingeholt werden würde, war dann doch überrascht, dass es relativ spät passierte. 10 km u. 800Hm vor der Ziellinie waren Spögler und Nothegger an mir dran. Letztere fuhr mit gleich hohem Tempo vorbei, Michi blieb bei mir und wir fuhren zusammen weiter. Geteiltes Leid ist halbes Leid :-)

2 km vor Ende musste Michi dann etwas rausnehmen. So konnte ich, ganz unerwartet und überglücklich, als gesamt 2., hinter Nothegger, ankommen.

 

 

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